Projekte

Von folgenden Projekten der Kommission sind in Zukunft weitere Ergebnisse zu erwarten, teilweise handelt es sich um Fortsetzungen bereits in Teilen vorliegender Veröffentlichungen.

  • Altpreußische Biographie, 5 Bde, Königsberg 1941 (ND Marburg 1974), Marburg 1967, 1987, 1995, 2015. Abgeschlossen.
  • Preußisches Urkundenbuch. Das seit 1882 erscheinende gedruckte „Preußische Urkundenbuch“ erschließt unter Einschluss der in Bearbeitung befindlichen Stücke die Urkunden bis zum Jahre 1382. Derzeit sind in Bearbeitung:
    • Bd. 6, Lf. 3, Nachträge und Register, bearb. v. Klaus Conrad (†) und Arno Mentzel-Reuters. Die Registereinträge zu 6,1 sind vollständig verzettelt, zu 6,2 zu zwei Dritteln. Mit der Konversion der Zettelkästen wurde begonnen.
    • Bd. 7. für das dritte Jahrzehnt Winrichs von Kniprode wird am Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz bearbeitet. mehr
  • Virtuelles Preußisches Urkundenbuch. Retrokonversion, Transkription und Fortsetzung des PrUB über 1382 hinaus bis 1525. Bearbeitung am Historischen Seminar der Universität Hamburg und am Geheimen Staatsarchiv PK. mehr
  • Die mittelalterlichen Siegel des Historischen Staatsarchivs Königsberg, bearb. v. Klaus Conrad (†). Der langjährige Urkundenbuchbearbeiter hat eine auch kunsthistorisch bedeutsame Quellensammlung hinterlassen, die besonders für die Außenbeziehungen des Deutschen Ordens interessant sein wird.
  • Gewerbegeschichte Ostpreußens vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg. Friedrich-Wilhelm Henning (1931-2008) hat ein unvollendetes umfangreiches Manuskript und eine Quellensammlung hinterlassen. In einem vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Vorprojekt hat Rikako Shindo mit den Vorbereitungen für eine spätere Veröffentlichung begonnen. Das Projekt ist 2013 ausgelaufen.

Die fehlenden Mittel der Kommission haben dazu geführt, dass schon in der Vergangenheit wichtige Projekte anderweitig untergebracht werden mussten. Dass es sich dabei um besonders hochrangige Unternehmen handelt, liegt auf der Hand:

  • Historisch-geographischer Atlas des Preußenlandes. Hrsg. v. Hans Mortensen, Gertrud Mortensen, Reinhard Wenskus, Helmut Jäger. Dieses Werk, das ebenfalls an ein Vorkriegsunternehmen anschließt, nunmehr mit bescheidenerer Konzeption, wurde zunächst von der DFG, zuletzt von der Bund-Länder-Kommission bei der Göttinger Akademie der Wissenschaften gefördert, ehe es nach der Lieferung 15 abgebrochen wurde, ohne dass das Programm abgeschlossen war, wobei Lieferung 11 nur zur Hälfte vorgelegt worden ist. Hier wäre dringend einer neuer Anlauf nötig.

Der Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen hat einige Editionsvorhaben aus dem Arbeitsgebiet der HiKo OWP wegen fehlenden Mittel übernommen: Dieser hatte bereits den Neudruck der Kommissionszeitschrift „Altpreußische Forschungen“ durchgeführt – dank der Initiative des Kommissionsmitglieds Reinhold Heling. Genannt seien nur die beiden größten Vorhaben, nämlich das Einnahmeverzeichnis des Landkastens des Herzogtums Preußen („Türkensteuerregister“) von 1540 sowie die friderizianische Landesaufnahme von 1772/73.